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WILLKOMMEN IM TIERHEIM RHEIN - BERG Tierschutzverein des Rheinisch- Bergischen Kreises e.V. |
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Ramsi – 03.07.2007
Nun bin ich schon sage und schreibe vier Monate in meinem neuen zu Hause. Und das gebe ich auch nicht wieder her. Die letzten Wochen waren sehr aufregend. Nicht nur, dass ich mit meinem Herrchen auf dem Betriebsausflug (eine Wanderung von Neuss nach Düsseldorf, fast sechst Stunden!) war. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich bestens vertraut inzwischen und im Restaurant gebe ich mich selbstverständlich von der besten Seite.
Das Allerbeste ist aber, dass ich ganz viele Huskykumpels gefunden habe: wann immer meine Family am Wochenende kann, fahren wir zu den Treffen der Huskyfreunde Köln, und da geht immer mächtig die Post ab! Was für eine Freude, so viele „Gleichgesinnte“ zu treffen und mit ihnen gemeinsam in Teiche zu hüpfen oder wandern zu gehen. Echt super!

Es ist eine wunderbare Zeit. Morgens kann ich das Haus „bewachen“, na, so wie ein Husky halt wacht. Ich freue mich halt über jeden, der zu Besuch kommt, und sei es auch der Briefträger (der Typ hat übrigens leckere Sachen in den Taschen, und nur für mich, weil er mich auch in sein Herz geschlossen hat…) Tja, und wenn ab mittags dann das Rudel eintrudelt, wird’s halt klasse. Frauchen hat meist eingekauft, da duftet es immer supergut aus der Tasche, und wenn der Opa (echt klasse sowas…) mit Sarah kommt, gibt es mitunter ein Leberwurstbrot

… Herrlich!
Also ehrlich, ich genieße mein Leben in vollen Zügen.
Das Rudel – 03.07.2007
Die vier Monate sind wie im Flug vergangen. Niemals vorher hatten wir im entferntesten daran gedacht, dass wir eines Tages mal mit „Lasso“ (die Schleppleine) bewaffnet jeden Tag Kilometer für Kilometer abspulen würden (in der Woche sind circa 100). Und dass dies so eine Freude machen würde, gemeinsam mit unserem Ramsi. Er ist ein Schatz. Wie oft ist es uns schon passiert, dass Menschen, die große Angst vor Hunden hatten, plötzlich auf uns zukommen und fragen, was für ein wunderbarer Hund das ist. Ja, Ramsi ist echt ein „Heartbreaker“, eine Charmeur. Einfach nur liebenswürdig. Wartet geduldig, wenns mal etwas länger dauert bis zum Spazierengehen, hat seine Liebe zum Spielen wieder gefunden, ja, genießt einfach das Leben. Manchmal, wenn wir ihm so Zusehen beim Mäuschen jagen oder dem suchenden Blick nach seinen „Freunden“ den Rehen, beginnen wir zu verstehen, was es für ihn bedeutet haben muss, einfach so abgegeben zu werden. Es ist schön, dass Tiere das Urvertrauen in die Menschen wiedererlangen, wenn man ihnen den Respekt entgegenbringt, den sie dafür benötigen. Ihre Liebe zu erlagen, heißt, sie so zu akzeptieren, wie sie sind. Und da macht es uns Ramsi wahrlich nicht schwer. Wie schön ist es, wenn wir gemeinsam zu den Huskyfreunden fahren und Ramsi schneller im Auto sitzt als man den Kofferraumdeckel öffnen kann. Mit einem Huskylachen im Gesicht: „Nun kommt schon…“ Wenn er abends nach dem Spazierengehen sein Spielzeug Sarah vor die Füße legt, komm spiel mit! Zugegeben, die Spiel- und Spaßattacken sind manchmal schon „gefürchtet“… Denn Ramsi ist echter „Spätbremser“!
Ehrlich, wir wissen gar nicht mehr, wie „Leben vor Ramsi“ war. Aber „Leben mit Ramsi“ ist echt klasse!
Und am Wochenende geht’s nach Südtirol zum Wandern… (mal einen Freudenheuler in Richtung Kürten schicke…)!
Ramsi – Der Urlaub vom 07.07.2007

Fest vorgenommen hatten wir uns, niemals nie und nimmer mit einem Hund gemeinsam in einem Raum zu schlafen. Strikte Trennung, natürlich. Tja, und was passierte im Urlaub? Ramsi marschierte in die Ferienwohnung und fand schnurstraks seinen Platz im Erker unseres – Schlafzimmers… Richtig. Und wenn einer
von nun an schnarchte, war es zumeist unser geliebter Schlittenhund…

Nach wenigen Urlaubstagen kam dann ein aufregender Tag in seinem Leben. Die erste Gondelfahrt stand an. Zum Glück konnte die freundliche italienische Gondelchefin die Gondel anhalten, damit Ramsi in die Gondel reinspringen konnte. Die Plexiglashaube zu und ab ging die Post. Am Anfang noch etwas ungewohnt werde ich das Bild nie vergessen, wie unser Ramsi neben mir in der Gondel sitzend am Gipfel ankam. Verwunderte Blicke der anderen Wanderer erwarteten uns schon…
Auch der Schneefall am Latemar auf 3000 Meter Höhe war für Ramsi wundervoll und er wurde immer schneller beim Laufen, so dass wir kaum noch mithalten konnten. Überhaupt hatten wir den Eindruck, für Ramsi war Urlaub ein unglaublich spannendes Ding. All die neuen Eindrücke, ob beim schon erwähnten Gondelfahren, beim Schneefall in den Dolomiten oder auch beim Anblick des Kalterer Sees. Oft ging und durch den Kopf, ob Ramsi wohl schon mal in seinem Leben „Urlaub“ hatte…
Leider kam dann auch noch ein Autounfall dazu, als uns ein Kleinlaster rammte. Wir schauten uns alle drei im Auto sitzend an und riefen wie aus einem Mund: „Ramsi“, wohl wissend, dass der Arme im Kofferraum lag. Groß war die Erleichterung, dass nichts passiert war, etwas wackelnd stieg Ramsi aus und beruhigte sich schnell in Sarahs Armen… Uns wurde einmal mehr bewusst, wie sehr er uns allen am Herzen lag.
Apropos Herzen: egal, wohin wir gemeinsam mit Ramsi gingen, überall konnte er Herzen für sich öffnen und nicht selten hörten wir, „was für ein wunderbarer Hund“. Sehr wohl, ein wundervoller Hund, unser Ramsi!