Hallo!
 
Am 30.11.06 habe ich "Fedora" aus dem Tierheim geholt.
Sie wurde ja als einäugige Katze vermittelt; das andere Auge war verkümmert und die Augenhöhle offen.
Deshalb habe ich sie eine Woche später beim Tierarzt behandeln lassen. Die verkümmerten Augenreste wurden dabei entfernt und die Augenhöhle zugenäht.
Die Wunde ist sehr schön verheilt und es ist "Fell" über die Sache gewachsen.
 
Zudem stellten wir fest, daß sie auch taub ist. Wir glaubten, daß dies ein Nachteil sei, jedoch wurden wir schnell eines Besseren belehrt.
Erziehungsbedürftig ist sie im Grunde nicht, sie weiß instinktiv, was sie darf und was nicht. Unsere Möbel läßt sie jedenfalls in Ruhe, dafür muß der Katzenbaum dran glauben; aber dafür ist er ja auch da. Und so hat sie auch keine Angst vorm Staubsauger, Musik oder Telefongeläut nerven sie nicht. Sie hat immer ihre Ruhe... :-)
 
Anfangs war sie sehr schmusig und anhänglich, als jedoch ihr Auge verheilt war, wurde sie immer lebhafter und hat sich zu einem richtigen Wildfang entwickelt.
Sie spielt z.B. gern Verstecken oder Nachlaufen. Die katzentypischen "Fünf-Minuten" lebt sie genüßlich und intensiv aus.
Ihre schmusige Seite hat sie aber nicht abgelegt und so dürfen wir uns auf regelmäßige Schmuseeinheiten freuen.
Sie hat zudem einen durch und durch liebenswürdigen Charakter; sie hat noch nie gefaucht oder aggressiv um sich gekratzt, selbst dann nicht, als wir ihr zwangsweise Wurmtabletten einflößen mußten.
Unser Kätzchen ist einfach wild und liebenswürdig und wir fragen uns oft, wie lange sie wegen ihrer Behinderung wohl noch im Tierheim geblieben wäre.
 
Anbei ein paar Bilder, das Halsband trägt sie mittlerweile nicht mehr.
 
Herzliche Grüße und viele erfolgreiche Vermittlungen wünscht
 
Gregor Brecher