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WILLKOMMEN IM TIERHEIM RHEIN - BERG Tierschutzverein des Rheinisch- Bergischen Kreises e.V. |
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An einem Sonntagmittag, wir hatten nie vorher konkret über die Anschaffung eines Hundes nachgedacht, saßen wir beim Essen und entschlossen spontan, in einem Tierheim vorbeizufahren. NUR GUCKEN - ist klar, oder? In Hürth gab es nur große Hunde, die Cocker vom Züchter haben uns nicht gefallen und dann sind wir nach Kürten ins Tierheim gefahren. Coco (2), damals noch Batida, war mit ihrer Freundin Minnie einen Tag vorher erst aus Italien gekommen und sehr verängstigt. Ich muß zugeben, das war nicht Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte mir einen etwas größeren, wuscheligeren Hund vorgestellt...aber mein Mann meinte, ich sollte mich für einen von den vieren, die da waren, entscheiden. Das war dann Coco.

Eine sehr lange, mit Vorfreude gespickte Woche mußten wir warten, bis der Tierarzt sein OK gegeben hat. Dann holten wir Coco ab, ein panisches kleines Wesen. Wir dachten, sie sei ein Straßenhund. Zuhause wollte sie nicht trinken und ist bei jeden Geräusch zusammengezuckt. Sie kannte gar nichts!! Coco hat sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit unterworfen und auf den Rücken geschmissen. Streicheln war eine Qual für sie. Sie kannte keine Wiese, sie traute sich nicht, über die Fliesen zu laufen und war völlig unter Strom. So richtig erklären konnten wir uns das nicht, denn als Straßenhund kennt man doch die Menschen und weiß, wie man sie bestechen kann für ein Leckerchen...

Coco und Berta Coco Berta
Später erfuhren wir durch Zufall, dass Coco aus schlechter Haltung befreit wurde. Sie lebte wohl bei einer Alkoholikerin, die auf den 40 qm 10 Hunde gehalten hat, die sich anscheinend auch wahllos vermehrt haben. Wir denken, Coco hatte schon Welpen in ihrem jungen Alter. Die früheren Umstände erklären, warum sie so menschenscheu, unterwürfig und unsozialisiert ist. Denn da muß es Kämpfe gegeben haben! Coco kennt nur schwarz und weiß: entweder sofort unterwerfen, wahlweise auch laut winselnd wegrennen oder böse anknurren. Den Besuch bei einer Hundeschule haben wir verschoben, da die ersten Stunden eine Katastrophe waren. Die pure Anwesenheit von anderen Vierbeinern hat sie so in Stress versetzt, dass sie nicht ansatzweise lernen konnte.

Coco Berta
Sie ist nun seit 8 Monaten bei uns. Sie hat Gesellschaft bekommen, eine 11-jährige Mischlingsdame namens Berta. Die beiden verbindet eine Hass-Liebe, aber Coco wurde durch Berta viel sicherer. Zudem haben wir sie durch eine Tierheilpraktikerin behandeln lassen und die Behandlung hat Wunder gewirkt. Sie rennt, nein sie FLIEGT durch den Wald, apportiert Stöckchen, spielt wie ein Welpe (ich glaub, sie hat einiges nachzuholen), hat volles Vertrauen gefaßt und frißt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie ist immer noch unsicher und ängstlich in Bezug auf Artgenossen, aber es wird besser. Sie macht "Sitz" und kommt auf Zuruf. Coco bellt sogar manchmal und in letzter Zeit sieht man sie nur noch wedelnd durch die Gegend laufen. Coco liebt autofahren, ist total anhänglich und jeder, der sie draußen sieht, sagt: "Oh, ist die süß!" Sie macht nichts kaputt, jagt nicht, jault nicht, hat keine größeren Macken und ist für uns einfach perfekt.

Coco Coco
Coco ist unser kleines Kuschelmonster. Sie lernt jeden Tag dazu, ist viel selbstsicherer geworden und entdeckt das Leben. Es ist uns wirklich eine Freude, sie draußen zu sehen, wenn sie sich in der Sonne wälzt oder versucht, einen Stock zu zerbeissen. Wir haben sie nie zu etwas gezwungen, sie darf kommen, wenn sie mag, aber sie muß nicht. Denn dann zieht sie sich sofort zurück und verliert Vertrauen. Aber wir möchten sie nie mehr missen, unsere Süße. Sie gehört einfach zu uns!
Vielen Dank an das Team vom Tierschutz Rhein-Berg!!
Coco