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Mittelmeerkrankheiten

Leishmaniose

Der Erreger der Leishmaniose beim Hund ist ein Einzeller. Übertragen wird die Leishmaniose durch den Stich der Sandmücke. Die Leishmaniose kommt im gesamten Mittelmeerraum vor, dies entspricht auch dem Verbreitungsgebiet der Sandmücke.
Die Leishmaniose kann entweder als Hautform (kutane Form) oder als Organform (viszerale Form) auftreten.
Die Hautform äußert sich vor allem in schuppigen, haarlosen Stellen. Diese treten an den Ohrrändern, um die Augen (Brillenbildung) und an den Ellebogen auf. Unbehandelt können sich diese Stellen über den ganzen Körper ausbreiten. Übermäßiges Krallenwachstum gehört ebenso zum Symptomkreis der Hautform.
Die Organform kann sich durch allgemeine Schwäche, Fieber, blasse Schleimhäute und/oder Gewichtsverlust äußern. Nasenbluten kann auftreten und oft sind die Nierenwerte erhöht.
Prophylaxe: Es existiert keine Impfung. Der einzige Schutz besteht in der Abwehr der Sandfliege, z.B. durch Anlegen eines speziellen Halsbandes oder durch Aufträufeln einer Lösung auf das Fell.

Ehrlichiose

Die Ehrlichien sind Bakterien und werden durch die braune Hundezecke übertragen. Das Verbreitungsgebiet ist der gesamte Mittelmeerraum.
Auch in Deutschland muss mit Infektionen gerechnet werden.
Die akute Phase der Krankheit mit Fieber und Blutungen beginnt 1 bis 3 Wochen nach der Infektion und dauert 2 bis 4 Wochen an. Danach folgt entweder eine Phase ohne Symptome oder eine chronische Phase mit abgeschwächten Symptomen, die auch noch Jahre nach einer akuten und auch nach einer Phase ohne Symptome einsetzen kann. Die Schwere der Symptome variiert stark nach dem jeweiligen Ehrlichia-Stamm und nach der Abwehrlage des jeweiligen Hundes. Symptome der akuten Phase sind Fieber (über 40°C) und/oder Blutungen. Die Symptome der chronischen Phase werden in der Regel durch die Immunabwehr hervorgerufen und umfassen blasse Schleimhäute, Leber-, Milz- und Lymphknotenschwellung sowie erhöhte Blutungsneigung. Ein steifer Gang, Entzündungen des Augenhintergrundes und Nervensymptome können auftreten.
Als Prophylaxe ist vor allem die Vermeidung von Zeckenbissen von Bedeutung.

Dirofilariose (Herzwurmkrankheit)

Die Dirofilariose kommt im gesamten Mittelmeerraum sowie in Ungarn vor. Übertragen werden die Wurmlarven von Mücken. Insgesamt dauert es mindestens 6 Monate nach einer Infektion, bis die erwachsenen weiblichen Würmer die sogenannten Mikrofilarien produzieren, die im Herzen die Krankheit verursachen.
Die Symptome sind in erster Linie geprägt von Herzschwäche:
Husten, Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit, Apathie und/oder Gewichtsverlust sind die Folge. Auch Ödeme und Bauchwassersucht können in manchen Fällen auftreten.
Prophylaxe: Es existiert keine Impfung. Der einzige Schutz besteht in der Abwehr der Mücke, z.B. durch Anlegen eines speziellen Halsbandes.

Babesiose

Auch die Babesien sind winzige Einzeller, die im Blut vorkommen. Übertragen werden sie durch Zecken. Die Zeit von der Infektion nis zu dem Ausbruch der Krankheit beträgt bis zu 6 Wochen. Die Babesien befallen und zerstören die roten Blutkörperchen. Blutarmut ist die Folge und äußert sich in Schwäche, Appetitmangel und blassen Schleimhäuten. Es tritt häufig hohes Fieber auf. Dunkler Urin kann in Folge des Blutabbaues auftreten, Leber und Milz können anschwellen. Der Erreger ist im gesamten Mittelmeerraum, der Schweiz, in Ungarn und Österreich verbreitet. Außerdem gibt es auch in Deutschland Verbreitungsgebiete!
Die Prophylaxe besteht in der Zeckenabwehr durch entsprechende Präparate.