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WILLKOMMEN IM TIERHEIM RHEIN - BERG Tierschutzverein des Rheinisch- Bergischen Kreises e.V. |
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Fragen zu Meerschweinchen
Grundsätzliche Überlegungen zur Haltung von
Meerschweinchen
Wo bekomme ich Informationen
zur Haltung von Meerschweinchen
Das Meerschweinchen-Zuhause
Wo soll der Meerschweinchenkäfig stehen?
So richten Sie die Meerschweinchen-Wohnung ein
Wie oft muss das Meerschweinchen-Heim gereinigt werden?
Ein neues Zuhause für die Meerschweinchen
Alles, damit sich
das Meerschweinchen schnell an Sie gewöhnt
Ab wann muß ich
junge Männchen von der Gruppe trennen, damit es keinen Nachwuchs gibt?
Ab wann kann ich es kastrieren lassen?
Warum pfeift das Meerschweinchen-Männchen, sobald ich es von
der Gruppe trenne?
Wird es nach der Trennung durch die Kastration von der Meerschweinchen-Gruppe
ausgeschlossen?
Wo bekomme ich Informationen zur Haltung von Meerschweinchen
Schauen Sie sich einmal auf der Seite www.nager-info.de um. Dort gibt es auf alle Fragen eine Antwort.
Meerschweinchen laufen gern und ausdauernd. Doch sie klettern nicht sehr geschickt und machen keine hohen oder weiten Sprünge. Weil sie alles anknabbern, brauchen sie ein sicheres Zuhause. Ideal ist eine Bodenschale von mindestens einem Quadratmeter Grundfläche und Seitenwänden, die rund 50 cm hoch sein sollten. Wenn Sie viel Einstreu einfüllen, müssen Sie die Seitenwände erhöhen.
Meerschweinchen sind zwar nicht direkt Kletterkünstler und sie überspringen auch keine Höhen, doch Hindernisse bis zur eigenen Länge bezwingen sie, wenn sie wollen. Wenn ihre Meerschweinchen regelmäßig Auslauf haben, können Sie auch einen kleineren Käfig aus Plastik mit Dach anbieten. Sie können natürlich den Käfig auch selber bauen. Achten Sie aber auf ausreichende Belüftung und denken Sie daran, dass Sie das Meerschweinchen-Zuhause öfter reinigen müssen. Jede Ecke sollte also gut erreichbar sein. Beim Selberbauen können Sie den Käfig wie ein Einbaumöbel z.B. zwischen zwei Schränke einbauen. Doch Vorsicht: Die Rückwand muss immer verkleidet sein. An Tapeten und gestrichenen Wänden nagen sogar Meerschweinchen, außerdem verschmutzt beides sehr schnell.
Bei Zimmertemperatur fühlen sich Meerschweinchen wohl. Sie vertragen aber keine Hitze, und sie mögen kein direktes anhaltendes Sonnenlicht. Feuchte Kälte setzt ihnen ebenfalls stark zu. Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit sind daher nicht geeignet. Wenn Sie Ihre Meerschweinchen in Augenhöhe haben und sich an ihrem Spiel freuen wollen, stellen Sie das Heim auf ein Schränkchen oder ein Regalbrett (auf ausreichend Belüftung achten!). Bitte nicht in unmittelbare Nähe von Fernseher und Stereoanlage, denn die feinen Ohren nehmen auch Töne im Ultraschallbereich wahr und Ihre Tiere könnten mit Übernervosität reagieren. Für ein Außengehege sind unsere Winter zu feucht. Sie können den Tieren aber eine Sommerresidenz gönnen, wenn Sie für genügend Schatten sorgen und für ein Dach, das Regen abhält. Wenn Sie die Tiere auch nachts draußen lassen, dann setzen Sie sie z.B. in eine kleineHundehütte oder einen Großsittichnistkasten, damit nicht Nachträuber angelockt werden und die Tiere in Panik versetzen. Das Außengehege muss außerdem überdacht sein, damit Katzen und andere Meerschweinchenräuber nicht an die wehrlosen Opfer gelangen können.
Meerschweinchen nehmen regen Anteil am Familienleben und sind neugierig, wenn sie erst einmal Vertrauen zu Menschen haben. Das Gehege kann deshalb auch in einem Raum stehen, in dem Sie sich oft aufhalten.
So richten Sie die Meerschweinchen-Wohnung ein
Sie können die Unterschale rund 20 cm hoch mit saugfähiger Einstreu füllen. Praktisch sind Zeitungen als Unterlage unter die Streu, denn diese saugen ebenfalls Feuchtigkeit auf. Auf die Streu legen Sie ein paar Tonröhren, umgekippte Blumentöpfe, in die Sie ein Loch schlagen, stabile Schlafhäuschen sowie Steine, große Moorkienwurzeln, Ziegel etc. Auch Naturäste mit Rinde mögen Meerschweinchen und, wenn Sie einen Gärtner kennen, Stücke aus nicht zu dicken Stämmen von Birke, Obstbäumen, Weiden, Kastanie und Esche. Zusätzlich hängen Sie an den Seiten die Tränke (Glas und Metall, kein Plastik!) sowie eine Heuraufe und einen Futterspender für das Trockenfutter ein. Meerschweinchen suchen bei Schreckerlebnissen Deckung. Ein kleiner Holzstoß aus Reisig zum Beispiel wird gern als Unterschlupf genommen.
Wie oft muss das Meerschweinchen-Heim gereinigt werden?
Meerschweinchen sind Krankheitserregern gegenüber sehr empfindlich. Deshalb sollten Sie täglich testen, ob die Einstreu feucht ist, und die feuchten Teile sofort austauschen. Wasser- und Futternapf müssen ebenfalls täglich gereinigt werden. Futterreste immer sofort entfernen, vor allem, wenn es sich um Frischfutter handelt. Zernagte Zweigspäne entfernen Sie am besten einmal pro Woche und geben dafür frische Zweige. Das Schlafhäuschen und Plattformen aus Holz inspizieren Sie täglich und schrubben sie mindestens einmal wöchentlich, damit sich Kot und anderer Schmutz nicht festsetzen. Wenn das Holz feucht ist, müssen Sie es austauschen. Generalgereinigt sollte das Meerschweinchengehege einmal pro Woche werden, denn sonst macht sich bald unangenehmer Geruch breit. Desinfizieren Sie ab und zu die Futter- und Wasserspender und die alten Häuschen oder ersetzen sie durch neue.
Ein neues Zuhause für die Meerschweinchen
Wie alle Tiere haben natürlich auch die Meerschweinchen erst einmal gewaltige
Umstellungsprobleme, wenn sie in eine neue Umgebung kommen. Da ist schon einiges
Einfühlungsvermögen und geschickte Vorgehensweise nötig, um den
Neuankömmling nicht gleich abzuschrecken. Bereiten Sie unbedingt bereits
vor dem Kauf den Käfig vor, in dem das Meerschweinchen von nun an den größten
Teil seines Lebens verbringen wird. Legen Sie über die Einstreu eine dicke
Heu- oder Streulage, füllen Sie die Nippeltränke mit zimmerwarmem
Wasser und legen Sie ein wenig Körnermischfutter in den Napf, sowie ein
Stückchen von einem Apfel und ein Salatblatt in den Käfig.
Sobald Sie mit Ihrem neuen Hausgenossen zu Hause angekommen sind, stellen Sie die Transportbox in den Käfig, öffnen sie und warten einfach ab, was passiert. Achten Sie darauf, dass es in der Umgebung des Käfigs ruhig zugeht, denn je friedlicher es auch außerhalb des Käfigs ist, desto schneller wird sich das Meerschweinchen an die neue Umgebung gewöhnen. Warten Sie unbedingt ab, bis sich das Meerschweinchen von selbst aus dem Transportbehältnis hervortraut und helfen Sie unter keinen Umständen nach. So eine Bedrängung gleich zu Beginn könnte das Vertrauen des Tieres in sein neues "Herrchen" empfindlich für die Zukunft belasten.
Damit auch das Drumherum stimmt
Damit sich das Meerschweinchen bei Ihnen so richtig wohl fühlen kann, muss auch der Platz, an dem Sie den Käfig aufstellen, stimmen. Die empfindlichen Tiere mögen es nämlich überhaupt nicht, wenn sie direkter Sonneneinstrahlung, trockener Heizungsluft oder gar Zugluft ausgesetzt sind. Achten Sie zudem darauf, dass in dem Raum, in dem der Käfig steht, keine extremen Temperaturschwankungen auftreten. Und: Tabakqualm ist Gift für die empfindlichen Meerschweinchen-Lungen. Dass Sie in der Umgebung des Käfigs nicht rauchen sollten, versteht sich wohl von selbst.
Alles, damit sich das Meerschweinchen schnell an Sie gewöhnt
Das Meerschweinchen muss merken, dass von Ihnen keine Gefahr ausgeht, nur dann wird es auch eines Tages zutraulich werden. Damit das Tier auch merkt, dass ihm in der neuen Umgebung nichts Böses droht, sollten Sie den Käfig auf einen "Aussichtspunkt" stellen, von dem aus Ihr neuer Hausgenosse in Ruhe und Sicherheit alles beobachten kann, was sich um ihn herum abspielt. Lassen Sie dem Tier ausreichend Zeit, sich an Sie zu gewöhnen. Sie sind ja erst einmal nur ein grosser Fremder für das Meerschweinchen. Bedrängen Sie Ihren neuen Mitbewohner nicht, sondern warten Sie einfach ab, bis es sich von allein aus der Transportbox hervortraut und Kontakt mit Ihnen aufnimmt!
Auch beim ersten Freilauf brauchen die Tiere Zeit, sich mit ihrem engsten Umfeld
vertraut zu machen und ihr Heim mitsamt seinen ungewohnten Ecken, Geräuschen
und optischen Eindrücken zu erkunden und anzuerkennen. "Versüssen"
und erleichtern Sie ihnen diese Eingewöhnungsphase doch mit ein paar Leckerbissen,
die sie da und dort auslegen. Sie werden sehen: So wird es nicht lange dauern,
bis sich Ihre neuen Haustiere in der neuen Umgebung äusserst wohl fühlen
werden.
Ab wann
muß ich junge Männchen von der Gruppe trennen, damit es keinen Nachwuchs
gibt?
Ab wann kann ich es kastrieren lassen?
Da Meerschweinchen Nestflüchter sind und schon ab dem 1.Tag nebst der Muttermilch auch Heu zu sich nehmen, erstaunt es nicht, dass auch die Geschlechtsreife bereits im Alter von 4-5Wochen eintritt. Das männliche Jungtier sollte also jetzt von der Gruppe getrennt und kastriert werden. Grundsätzlich können bereits 2-wöchige Meerschweinchenböcke kastriert werden. Da der Eingriff bei so kleinen Tieren aber fast mikrochirurgische Fähigkeiten erfordert, werden die Böcke meist erst operiert, wenn sie ca. 200g auf die Waage bringen.
Obwohl durch die Kastration die Hoden entfernt werden, können die Böcke nach dem Eingriff noch erfolgreich decken, da sich in den Samensträngen noch befruchtungsfähige Spermien befinden. Die Männchen sollten also nach der Operation weitere 7-10 Tage von Weibchen getrennt gehalten werden. Diese Trennung ist auch deshalb sinnvoll, weil die kastrierten Männchen noch ca. 1 Woche auf Zeitungen gehalten werden sollten, damit keine Einstreu in die offenen Operationswunden gerät.
Warum
pfeift das Meerschweinchen-Männchen, sobald ich es von der Gruppe trenne?
Wird es nach der Trennung durch die Kastration von der Meerschweinchen-Gruppe
ausgeschlossen?
Natürlich geht Ihrem Bock die Trennung von der Gruppe gegen die Natur. Meerschweinchen sind gesellige Tiere und es erstaunt deshalb nicht, dass das Männchen seine Kolleginnen zu sich rufen will. Auch wenn der Bock aber länger von seiner Gruppe getrennt bleibt, gibt es nie Probleme bei der Rückkehr, solange er das einzige Männchen der Gruppe ist.